SLOTS
ProzessSkulptur - Fotografie - VideoInstallation
Zur Einführung spricht Dr. Christoph Schaden
Kurator für Fotografie und Kunst, Köln
RAINER JUNGHANNS, der Mitte der 80er Jahre zum Studium an die Kunstakademie nach Düsseldorf kam, erarbeitet ‚prozessuale Skulpturen’.
Dem gebürtigen Münchener geht es um Bewegung, um Zeit, um Kommunikation, um Menschen und um Orte. Seine Arbeiten bedienen sich verschiedenster Medien und Materialien. Sie reichen von raumbezogenen medialen Installationen in Museen und an anderen Kunstorten bis hin zu großformatigen Fotografien oder Videostills als künstlerische Ergebnisse seiner Projekte.
Sein Oeuvre ist durch konzeptionell und zeitlich hoch aufwendig geplante Aktionen gekennzeichnet. So unternahm er für sein Projekt „GMT+“ zwei Reisen als „Fracht-Passagier“ auf Containerschiffen. Die eine dauerte vier, die andere sechs Monate - zusammen addieren sich die beiden Meeres-Passagen zu einer kompletten Erdumrundung. Ziel dieser Anstrengung für RAINER JUNGHANNS: Globalität körperlich erfahrbar machen, die erlebten Abläufe dieses „Global Move“ an den Betrachter weiterzureichen, ihn in bestimmter Weise einzuweihen.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung „SLOTS“ ist die raumgreifende ContainerSkulptur, die durch überzeugende audiovisuelle Projektion elementare Kameraaufnahmen der Weltmeere übermittelt. Wer sich auf die Kraft dieser Video-Installation einlässt, kann sich ein intensives, spürbares Bild von RAINER JUNGHANNS Erdumrundung machen.
Einen zweiten Schwerpunkt bildet die neun Meter lange ProzessSkulptur „Endless Table“, die sich als Wandarbeit mit ZeichnungsIntarsien endlos fortsetzt. Zusätzlich zeigen wir eine exklusive Auswahl auch ganz neuer Arbeiten – Fotografien und Videostills – die das künstlerische Schaffen der letzten fünf Jahre repräsentieren.