Dortmunder Künstler Wolfgang Schmidt hat eine Vision
Einen langen Schuh machen, heißt es im Ruhrgebiet, wenn man verduften will. Mit langen Beinen geht's noch schneller. Lange Beine tauchen beim Dortmunder Künstler Wolfgang Schmidt immer auf. Jetzt nimmt er mit seinen Figuren Anlauf für die Kulturhauptstadt: Seine "RuhrFigur" soll als kulturelle Hundertschaft zwischen Duisburg, Essen und Dortmund Stellung beziehen. Jede einzelne steht für viele: für viele unterschiedliche Menschen im Revier.
Hochspringerin hilft kräftig mit
Das ehrgeizige Projekt - 100 Figuren, jede 2,50 Meter hoch, verteilt auf einer Strecke von 50 Kilometern - hat nicht nur Geldgeber, sondern auch eine prominente Schirmherrin. Die steht ebenfalls auf langen Beinen. Die zweifache Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth, engagiert sich seit vielen Jahren für kulturelle und soziale Projekte. "Die europäische Kulturhauptstadt Ruhr 2010 fördert vorhandenes kreatives Potenzial in dieser Region. Da entstehen tolle Projekte, zu deren Gelingen ich betragen möchte", sagt die Sportlerin.
Die "RuhrFigur" ist darüber hinaus eine riesengroße Einzelfigur. Schmidt nahm sich die Karte des Ruhrgebiets vor und wählte die einzelnen Stationen so, dass ihre Verbindungslinien aus dem Weltall betrachtet wieder die Figur ergeben. Der 42jährige Dortmunder, der Objektdesign studierte und zu den Künstlern im Dortmunder Depot gehört, setzt alle seine Themen mit dieser Figur um.
Das Projekt "RuhrFigur" ist "fast in trockenen Tüchern", sagt er. Als Partner und Paten konnte er die MittelstandsInitiative Ruhrzirkel gewinnen.
Die Idee: Nur ein Jahr lang sollen die langen Typen im Ruhrgebiet Kultur-Flagge zeigen. Dann bekommt sie der jeweilige Sponsor zurück. Und stellt sich die Figur vielleicht vor seine Firma.

