Einen Modellversuch für die Ausbildung von Galeristen-Nachwuchs erproben die Universität Düsseldorf und der Kunsthandel. Als Plattform für den Berufsstart junger Kunsthistoriker arbeiten dabei das Kunstgeschichtliche Seminar der Heine-Uni und eine Düsseldorfer Galerie bei der Einrichtung von Ausstellungen zusammen.
Während es für junge Künstler genügend Ausstellungsmöglichkeiten gebe, fehle es bisher an Möglichkeiten für angehende Kunsthistoriker, sich als Galeristen auszuprobieren, sagten der Kunstgeschichtler Prof. Hans Körner und Reinhard Gröne von der Düsseldorfer Galerie arteversum.
"Im Focus der Galerien sind die Künstler, die andere Seite wird völlig vergessen", betonten Kunsthändler und Professor. Eine erste, von zwei jungen "Galeristinnen auf Zeit" arrangierte Kunstschau soll am 10. September in Düsseldorf eröffnet werden.
Bisher existiere kein festgelegter Ausbildungsweg zum Kunsthändler, erklärte Galerist Gröne. Hier soll die neuartige Kooperation zwischen Uni und Handel dem Nachwuchs eine Chance geben. "Wir werden jetzt die Erfahrungen abwarten und dann entscheiden, wie wir weitermachen", erklärte der Kunsthistoriker.
Die zwei Kunstgeschichts-Studentinnen Lena Kawohl (22) und Linda Walther (26) haben in Anlehnung an das Gauguin-Schlüsselwerk "Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?" 26 Künstler aller Sparten für ihre erste Ausstellung ausgewählt. Dabei, so erklärten die Organisatoren des Modellversuchs, seien sie für das Gesamtkonzept, die Hängung, den Katalog und die Werbung der bei arteversum in Düsseldorf bis zum 1. November geöffneten Schau verantwortlich gewesen.
